Aikido

Der Erfinder

Aikido wurde von Morihei Ueshiba (14.12.1883 – 26.04.1969) in Japan entwickelt. Morihei Ueshiba hat fleißig trainiert und wurde gleich in mehreren Kriegskünsten der alten Samurai-Tradition Meister. Gleichzeitig fühlte er sich zu einer sehr friedliebenden Religion hingezogen.

Aus diesen scheinbaren Gegensätzen entwickelte er eine Kampfkunst, die hilft, eine körperliche Auseinandersetzung angstfrei zu bestehen, ohne den Gegner ernsthaft zu verletzen.

Eine friedvolle Kampfkunst

Aikido beschäftigt sich mit dem Annehmen und Lenken von körperlichen Aggressionen. Ein unangenehmer Griff, ein Schlag, ein oder mehrere Gegner – nichts, vor dem man Angst haben muss. Aikido bietet Möglichkeiten, auch solche Situationen zu bewältigen – körperlich, aber ohne Gewalt, klar, aber ohne weiter Öl ins Feuer zu gießen. Ziel ist es, den Streit zu schlichten – und nicht weiter zu verschärfen.

Üben, üben, üben

Aikido bietet keine geheimen Tricks, keine Schleichwege zur Selbstbehauptung. Wie jeder gute Fußballer Dribbeln oder Toreschießen übt, bevor er trifft, wie jeder gute Parcour-Läufer Springen und Abrollen übt, bevor es wie von selbst einfach passiert, so üben Aikidokas auf der Matte Fallen, ohne sich weh zu tun, den Partner zu werfen, ohne ihn kaputt zu machen, mit Stock (japanisch: Jo) oder Holzschwert (japanisch: Bokken) zu kämpfen, ohne dass Knochen und Gelenke leiden.

Das machen Anfänger nach drei Wochen genauso wie Fortgeschrittene nach 30 Jahren. Die Matte ist unser Übungslabor. Hier spielen wir, was der Kampfanzug (japanisch: Keiko-gi) aushält, schreien und toben genauso wie wir hochkonzentriert Schläge, Hebel und Würfe ausprobieren. Immer mit dem einen Ziel: So stark zu werden, dass wir niemals jemanden wirklich ernsthaft verletzen müssen. Wer seine Stärken auf diese Weise kennenlernt, muss niemandem mehr etwas beweisen, bekommt ein gesundes Selbstwertgefühl und tritt gefestigt auf; nicht nur auf der Matte, sondern in Schule, Lehre, Studium oder Beruf.

Noch Fragen?

Was ist Aikido?

Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.

Wie geht Aikido?

Unsere Sporthalle heißt Dojo. Hier üben wir auf Matten (japanisch: Tatamis), wie man sich gegen Griffe oder Schläge wehren kann, ohne den Partner kaputt zu machen. Das machen wir oft im Stehen, aber auch im Knien und manchmal rangeln wir auch am Boden. Dabei verbringen wir einen guten Teil der Trainingsstunde damit, Spiele zu spielen, denn damit lassen sich die Muskeln so richtig zum Glühen bringen, ohne dass man es so richtig merkt. – Dabei lernt ganz viel darüber, wie euer eigener Körper funktioniert, was vielleicht gefährlich werden kann und wie ihr gefährlichen Sachen ausweichen könnt.

Wie kann ich das machen?

Komm‘ einfach einmal bei uns vorbei und geh mit uns zusammen auf die Matte; Turnhose und T-Shirt reichen fürs Erste. Dann wirst Du sehen, ob es Dir gefällt. Es gibt ganz unterschiedliche Kampfkünste, die alle unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Bei uns zum Beispiel musst Du gar nicht groß, stark oder schnell sein. Die Kraft bringt ja in der Regel schon Dein Gegner mit. Alles, was Du dann noch zu tun hast, ist, ihm höflich den richtigen Weg zu zeigen. Das kann man am Anfang ganz langsam machen. Mit der Zeit wirst von ganz allein immer schneller und flexibler. Vor allem entwickelst Du so etwas wie einen sechsten Sinn für Sachen, die gefährlich werden können. Das hilft sowieso am Besten.

Gibt es richtige Wettkämpfe im Aikido?

Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen. Da kann dann jeder zeigen, was er bislang gelernt hat.

Sind Prüfungen schlimm?

Nein, sie dienen dazu, noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.

Wer die Prüfung besteht, bekommt den nächst höheren Gürtel verliehen. Bei uns gibt es die Gürtelfarben Weiß-Gelb, Gelb, Weiß-Orange, Orange, Weiß-Grün, Grün, Weiß-Blau, Blau, Weiß-Braun und Braun. Ab dem Braungurt dürft ihr zusätzlich zum weißen Keiko-gi (japanisch: Kampfanzug) einen Hakama (die für Aikidoka typische Faltenhose) tragen. Wenn ihr das alles geschafft habt, könnt ihr zur Schwarzgurt-Prüfung antreten.

Wie kann ich noch mehr über Aikido erfahren?

Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach „Aikido“. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom KenBuKai-Dojo findet Ihr ganz viel. Übrigens könnt Ihr hier auch Kommentare oder eigene Artikel schreiben. Fragt uns einfach, wie das geht.

Noch mehr Fragen?

Dann schreib‘ uns einfach eine Mail unter muenchen@kenbukai-muc.de oder komm am besten direkt vorbei und mach mit. Aikido muss man vor allem machen!