Ihr Kind auf unserer Aikido-Matte

Das Aikido-Training im KenBuKai München e.V. findet in gemischten Gruppen statt. Jungen und Mädchen, Anfänger und Fortgeschrittene trainieren zusammen. Das ist bei unseren Erwachsenen nicht anders … und hat Gründe.

Was bringt meinem Kind Aikido-Training?

Die Kleineren verlieren im Kontakt mit den Großen die Scheu vor größeren Gegnern, die Großen lernen, auf die Schwächeren zu achten und Verantwortung zu übernehmen. Im KenBuKai-Dojo gibt es Umkleidekabinen für Jungs und Mädels. Ansonsten machen wir hier keine Unterschiede – die Kinder übrigens in der Regel auch nicht. Die Mädels rollen und raufen genauso, wie die Jungs manchmal Tränen in den Augen haben, wenn ein Sturz allzu hart war oder wenn man sich über einen Partner ärgern „muss“. Bei unseren Rauf- und Kugelspielen loten die Kinder ihre körperlichen Grenzen aus und eigenen sich soziale Kompetenzen an.

Aikido selbst fordert den Kindern einiges an Fitness, Koordinationsvermögen und Frustrationstoleranz ab. Insgesamt ist eine gesteigerte Achtsamkeit, Konzentration und Beweglichkeit der Lohn.

Machen Sie sich selbst ein Bild davon. Sie können zu jedem unserer Trainings unangemeldet vorbeikommen und zuschauen. Noch besser ist es, wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter gleich bei einem Kindertrainings teilnimmt. Dann sehen wir recht schnell, ob ihm oder ihr unser Aikido-Kindertraining Spaß macht oder nicht.

Wo findet das Training statt?

Wir trainieren im KenBuKai Dojo, Theo-Prosel-Weg 13, München/Schwabing (Nähe Nordbad), barfuß auf den üblichen Aikido-Matten (japanisch: Tatamis). Verschaffen Sie sich hier einen ersten Eindruck von den Räumlichkeiten.

Was sollten wir für die Schnupperstunden mitbringen?

Im Wesentlichen bringen Sie Ihr Kind mit. Für die ersten Stunden ist eine lange Trainingshose und ein T-Shirt zum Wechseln hilfreich. Wir üben viel am Boden. Die lange Hose schützt die Knie. Ansonsten üben wir barfuß. Sie können natürlich gern bleiben und zuschauen. Manchmal ist es für Kinder leichter, sich auf das Training und das Üben mit den anderen einzulassen, wenn die Eltern nicht dabei sind. Wie’s in Ihrem Fall ist, sehen wir dann.

Wie alt sollte unser Kind sein?

Wir fangen in der Regel mit Kinder ab sieben Jahren an. Aber: keine Regel ohne Ausnahme. Je nachdem, wie ihr Kind drauf ist und sich in der Gruppe wohlfühlt, haben wir auch einige Jüngere unter unseren Kindern. Mit 13 und 14 wird es Zeit, auch an den Besuch der Stunden für Erwachsene zu denken. Aber auch das ist stark von der körperlichen Konstitution, der sozialen Reife und vor allem von der eigenen Neugier Ihres Kindes abhängig.

Wie ist der typische Ablauf eines Trainings?

Nach der traditionellen Einstiegsmeditation und der Begrüßungsverbeugung, wärmen wir uns mit Spielen und einigen Aikido-typischen Atemübungen auf.

Oft steigen wir mit Übungen zur Fallschule in den Technikteil ein. Während der Stunde üben wir unterschiedliche Aikido-Techniken. Das heißt, die Kinder sitzen in einer Reihe, schauen, was der Trainer vor macht und versuchen dann, die Technik mit Partner nach zu machen. Der Wechsel der Partner gehört unbedingt dazu, um möglichst unterschiedliche körperliche Erfahrungen machen zu können. Zur Auflockerung machen wir zwischendurch immer wieder kurze Spiele.

Die Stunde beenden wir, wie sie begonnen hat, mit einer kurzen Abschlussmeditation und einer Verbeugung.

Was sollten wir sonst noch beachten?

Wenn Sie spätestens zehn Minuten vor dem Training vor Ort sind, ist das für alle Beteiligten gut. Auch das Quatschen mit den anderen vor und nach dem Training ist wichtig. Bleiben Sie gern vor Ort und schauen Sie zu. Allerdings tun sich gerade Jüngere manchmal schwer damit, sich auf die Gruppe zu konzentrieren, solange Mama oder Papa anwesend sind; im Zweifel haben wir einige nette Kaffees um die Ecke.

Essen oder Kaugummi sind auf der Matte tabu. Trinken: gern vor oder nach dem Training. Während des Trainings machen wir an sehr heißen Tagen eine Trinkpause. An normalen Tagen ist das nicht nötig. In aller Regel vergeht auch so die Zeit wie im Flug.